Interagiere direkt mit
uns auf Facebook

Sie haben eine Idee? Sie planen selbst ein Projekt? Und möchten dieses mit uns teilen? Dann schreiben Sie uns!

Neueste Meldungen

E-Rallye findet nicht statt

2010 sind wir als Initiative angetreten, mit dem Ziel im Jahre 2012 zwölf Elektroautos im Stadtgebiet Heinsberg zu haben. Diese Teiletappe wurde erfolgreich geschafft. In den

Weiterlesen »

Klimawandel

Wer stoppt die Zerstörung?

Es werden täglich weltweit etwa 100 Tier- und Pflanzenarten ausgerottet. Gut hundertmal mehr als in „normalen“ Zeiten der Erdgeschichte. Die globale Erwärmung schreitet beschleunigt fort, man rechnet realistischerweise mit einer „4Grad-Welt“, die im Durchschnitt um vier Grad wärmer ist als in einer normalen geologischen Warmzeit. Man muss mit katastrophalen Folgen für alle Küstenregionen sowie mit ständigen Wetterkapriolen, Dürren und Überschwemmungen rechnen.

Die Dynamik der Artenvernichtung und des Klimawandels nimmt vorläufig weiter zu, und die Wirtschaftspolitik praktisch aller Länder ist darauf ausgerichtet, die Dynamik zu verstärken statt abzuschwächen.

Wie kann diese zerstörerische Dynamik gebremst und schließlich gestoppt werden?

Ernst Ulrich v. Weizsäcker

Rund 20 Schülerinnen und Schüler der GSV Karken Kempen pflanzten am Tag des Baumes in Karken am Mühlenbach, Richtung Steinkirchen, junge Erlen und Weiden. Initiiert hat die Aktion die Wahlkarkenerin Brigitte Berens-Brinker, die sich als Baumpatin aktiv für eine bessere Umwelt in ihrem Dorf engagiert.

Im Rahmen des Karkener Dorfgesprächs im vergangenen Jahr, zu dem die Initiative Heinsberg Smart City zusammen mit Ortsvorsteher Jo Reiners eingeladen hatte, war unter anderem die Idee für mehr Bäume im Ort entstanden. Brigitte Berens-Brinker übernahm die Verantwortung zur Realisierung dieses Projekts – für den Klimaschutz und für eine bessere Lebensqualität im Dorf. Dass sie auch auf Widerstand stieß, „wir wollen keine Bäume, da fallen ja Blätter ab“, schreckte sie nicht ab. Brigitte Berens-Brinker wurde umgehend aktiv, suchte den Kontakt zur Heinsberger Realschule, die ein ähnliches Projekt realisierte und zur Stadt, die auch gleich das Gelände am Mühlenbach vorschlug.

Daraufhin suchte Brigitte Berens-Brinker Sponsoren für die Bäume und Helfer für die Pflanzaktion. Diese fand sie in der Grundschule und beim städtischen Bauhof. Sie organisierte einen Vortrag in der Grundschule zum Thema Klimaschutz – den hielten die beiden Karkener Klimabotschafter Marie und Paul, Schüler der Realschule Heinsberg -, und verabredete mit allen Beteiligten die Baumpflanzaktion am Tag des Baumes, am 25. April.

Die Kollegen vom Bauhof, unter Leitung von Josef Beiten, hatten alles gut vorbereitet und empfingen die Schülerinnen und Schüler mit Spaten und allem, was dazu gehört, um einen jungen Baum erfolgreich in die Erde zu bringen. Josef Beiten erklärte, worauf zu achten sei und betonte die Vorzüge der Erle in feuchten Wiesen. Im Wasser sei das Holz der Erle unverwüstlich. „Deshalb auch ist die Wasserstadt Venedig zum Großteil auf Erlenholz gebaut“, so Beiten.

Unter fachlicher Anleitung durch die Kollegen vom Bauhof griffen die Kinder begeistert zum Spaten, pflanzten „ihre“ Bäume ein, versahen sie mit Dünger, Stützen und Sonnenschutz und im Nu war die Allee fertig.

Brigitte Berens-Brinker und Schulleiterin Katharina Heggen-Bischkopf überraschten die Kinder nach getaner Arbeit mit Äpfeln, Muffins und Saft und alle erfreuten sich beim Anblick der jungen Bäume. Jakob Gerards, der erste Beigeordnete der Stadt, dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung. Ortsvorsteher Jo Reiners lobte das Engagement der Baumpatin Berens-Brinker. Karken plane eine Bewerbung beim Wettbewerb „unser Dorf soll schöner werden“ und „da brauchen wir Menschen wie Frau Berens-Brinker“. Sie habe wesentlich dazu beigetragen, dass das erste Smart City Projekt in Karken erfolgreich umgesetzt werden konnte. Und die Schulleiterin Heggen-Bischkopf lud die Schülerinnen und Schüler ein, das Wachsen der neu gepflanzten Bäume aufmerksam zu verfolgen.